Suchst du den perfekten Reis für dein nächstes Gericht, fragst dich aber, welcher sich am besten eignet? Die Welt des Reises ist vielfältig und reicht von aromatischen Langkornsorten bis hin zu klebrigen Klebreisspezialitäten, wobei jede Sorte ihre einzigartigen kulinarischen Eigenschaften mitbringt.
Das sind die beliebtesten Reissorten Produkte
Die Vielfalt der Reissorten: Ein kulinarischer Kompass
Reis ist weltweit ein Grundnahrungsmittel und bildet die Basis für unzählige Gerichte. Seine Anpassungsfähigkeit und die breite Palette an Sorten machen ihn zu einem unverzichtbaren Bestandteil vieler Küchen. Die Auswahl der richtigen Reissorte kann den Unterschied zwischen einem gewöhnlichen und einem außergewöhnlichen Gericht ausmachen. Von der feinen Eleganz des Basmati-Reises bis zur cremigen Konsistenz des Risotto-Reises – jede Sorte hat ihre Daseinsberechtigung und ihre spezifischen Anwendungsgebiete.
Aromatische Langkornreise: Basmati und Jasmin im Fokus
Wenn von aromatischem Reis die Rede ist, fallen schnell die Namen Basmati und Jasmin. Diese beiden Langkornreissorten sind bekannt für ihr unverwechselbares Aroma und ihre lockere Konsistenz, was sie zu beliebten Begleitern für Currys, gebratene Speisen und asiatische Gerichte macht.
Basmati-Reis: Der Duft von Indien und Pakistan
Basmati-Reis, dessen Name aus dem Sanskrit stammt und „duftend“ bedeutet, wird hauptsächlich in den Regionen Indiens und Pakistans angebaut. Seine charakteristischen langen, schlanken Körner quellen beim Kochen stark auf und bleiben dabei locker und körnig. Das Besondere am Basmati ist sein nussiges, blumiges Aroma, das durch eine spezielle Reifung und Verarbeitung noch verstärkt wird. Achte beim Kauf auf die Bezeichnung „aged“ oder „gereift“, da diese Reissorten oft ein intensiveres Aroma aufweisen. Basmati eignet sich hervorragend als Beilage zu indischen und nahöstlichen Gerichten, aber auch für Pilaws und Reissalate.
Jasmin-Reis: Die Seele Südostasiens
Jasmin-Reis, auch bekannt als Thai-Jasmin-Reis, stammt aus Thailand und anderen südostasiatischen Ländern. Ähnlich wie Basmati hat er lange Körner, ist aber tendenziell etwas dicker und hat eine leicht klebrigere Textur. Sein Aroma ist subtiler blumig und erinnert an den Duft von Jasminblüten. Jasmin-Reis ist die ideale Wahl für traditionelle thailändische, vietnamesische und kambodschanische Gerichte. Seine leichte Klebrigkeit sorgt dafür, dass er gut mit Saucen und Aromen harmoniert und sich gut mit Stäbchen essen lässt. Er ist perfekt für Currys, Pad Thai und als Beilage zu scharfen Speisen.
Kurz- und Mittelkornreis: Vielseitigkeit für cremige Genüsse
Während Langkornreissorten für ihre Lockerheit geschätzt werden, zeichnen sich Kurz- und Mittelkornreissorten durch ihren höheren Stärkegehalt aus, der beim Kochen freigesetzt wird und für eine cremige Konsistenz sorgt. Dies macht sie zur perfekten Wahl für Gerichte, die von Natur aus sämig sein sollen.
Risotto-Reis: Die Grundlage für italienische Cremigkeit
Risotto-Reis ist nicht eine einzelne Reissorte, sondern eine Kategorie von Reissorten, die sich durch ihre Fähigkeit auszeichnen, beim Kochen viel Stärke freizusetzen und so eine cremige Textur zu entwickeln. Die bekanntesten Sorten für Risotto sind Arborio, Carnaroli und Vialone Nano. Arborio ist die am weitesten verbreitete Sorte, die relativ große Körner besitzt und eine gute Balance zwischen Cremigkeit und Bissfestigkeit bietet. Carnaroli gilt oft als der König der Risotto-Reise, da seine Körner fester sind und mehr Stärke enthalten, was zu einem noch cremigeren und stabileren Risotto führt. Vialone Nano, eine kleinere, runde Reissorte, wird in der Region Venetien bevorzugt und liefert ein besonders feines und samtiges Ergebnis. Die Zubereitung von Risotto erfordert Geduld und die schrittweise Zugabe von Brühe, um die Stärke optimal freizusetzen und die charakteristische Cremigkeit zu erzielen.
Sushi-Reis: Die klebrige Basis für japanische Kunstwerke
Sushi-Reis, auch als Japonica-Reis oder Kurzkornreis bekannt, ist essentiell für die Zubereitung von Sushi und Onigiri. Seine Körner sind kurz und rundlich und entwickeln beim Kochen eine deutliche Klebrigkeit, die es ermöglicht, sie zu formen und zu rollen. Diese Klebrigkeit entsteht durch einen hohen Anteil an Amylopektin, einem Stärkebestandteil. Nach dem Kochen wird Sushi-Reis typischerweise mit einer Mischung aus Reisessig, Zucker und Salz gewürzt, um ihm seinen charakteristischen süß-sauren Geschmack zu verleihen. Die perfekte Konsistenz ist entscheidend: Der Reis sollte fest genug sein, um zusammenzuhalten, aber nicht matschig.
Weitere bemerkenswerte Reissorten und ihre Besonderheiten
Neben den international bekannten Sorten gibt es eine Fülle weiterer Reissorten, die jeweils einzigartige Eigenschaften und Verwendungszwecke mitbringen.
Vollkornreis: Nährstoffreich und bissfest
Vollkornreis ist jede Reissorte, bei der das Reiskorn im Ganzen verarbeitet wird, also inklusive Kleie und Keimling. Dies bedeutet, dass er einen höheren Anteil an Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen enthält als weißer Reis. Brauner Reis, als die bekannteste Form des Vollkornreises, hat einen leicht nussigen Geschmack und eine feste, bissfeste Textur. Er benötigt eine längere Kochzeit als weißer Reis und ist eine ausgezeichnete Wahl für gesundheitsbewusste Genießer, die Wert auf eine ballaststoffreiche Ernährung legen. Er eignet sich als Beilage zu vielen Gerichten und kann auch in Salaten oder Suppen verwendet werden.
Roter Reis: Farbe, Aroma und Nährstoffe
Roter Reis erhält seine Farbe durch Anthocyane, die gleichen Antioxidantien, die auch in Beeren und Rotkohl vorkommen. Es gibt verschiedene Sorten von rotem Reis, darunter der malaysische rote Reis und der französische Camargue-Reis. Diese Reissorten sind oft vollkorn und behalten bei der Verarbeitung ihre namensgebende rote Farbe. Sie zeichnen sich durch ein leicht nussiges Aroma und eine leicht feste Textur aus. Roter Reis ist reich an Ballaststoffen und Mineralstoffen und eignet sich hervorragend als Beilage, in Salaten oder als Basis für gesunde Bowls.
Schwarzer Reis (Verbotener Reis): Ein königliches Korn
Schwarzer Reis, auch bekannt als „Verbotener Reis“, hat seinen Namen von der kaiserlichen chinesischen Tradition, bei der er ausschließlich der königlichen Familie vorbehalten war. Seine tiefschwarze Farbe verwandelt sich beim Kochen in ein tiefes Violett und er verströmt ein reiches, leicht süßliches Aroma mit Noten von Nüssen und Schokolade. Schwarzer Reis ist reich an Antioxidantien, insbesondere Anthocyanen, und enthält eine gute Menge an Ballaststoffen. Seine Textur ist zäh und leicht kauig, was ihn zu einer interessanten Ergänzung für Salate, Desserts oder als Beilage zu kräftigen Gerichten macht.
Wildreis: Kein Reis im eigentlichen Sinne
Obwohl er oft als Reissorte bezeichnet wird, ist Wildreis botanisch gesehen kein Reis, sondern das Korn einer Wassergrasart. Seine langen, dunklen Körner haben einen kräftigen, erdigen Geschmack und eine feste, leicht gummiartige Textur. Wildreis benötigt eine längere Kochzeit als die meisten Reissorten und wird oft mit anderen Reissorten gemischt, um Textur und Geschmack zu variieren. Er ist eine ausgezeichnete Quelle für Proteine und Ballaststoffe und passt gut zu Geflügelgerichten, Pilzen oder in herzhaften Salaten.

Übersicht der Reissorten und ihre Eigenschaften
| Reissorte | Kornform | Textur nach dem Kochen | Aroma | Typische Verwendung | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|---|
| Basmati-Reis | Lang und schlank | Locker, körnig | Nussig, blumig | Indische, nahöstliche Gerichte, Pilaws, Beilagen | Ideal für Gerichte, bei denen die Reiskörner einzeln bleiben sollen. |
| Jasmin-Reis | Lang und leicht dicker | Leicht klebrig, weich | Subtil blumig | Thailändische, vietnamesische, südostasiatische Currys und Gerichte | Harmoniert gut mit Saucen und Aromen. |
| Risotto-Reis (Arborio, Carnaroli) | Mittel bis kurz, rundlich | Cremig, sämig | Neutral bis leicht süßlich | Italienisches Risotto | Entwickelt beim Kochen eine hohe Stärkeabgabe für cremige Konsistenz. |
| Sushi-Reis (Japonica) | Kurz und rund | Klebrig, formbar | Neutral (nach Würzung süß-säuerlich) | Sushi, Onigiri | Essentiell für die Zubereitung von Sushi durch seine Haftfähigkeit. |
| Vollkornreis (Brauner Reis) | Lang, mittel oder kurz (mit Kleie und Keimling) | Bissfest, leicht zäh | Nussig | Beilagen, Salate, Suppen, gesunde Bowls | Hoher Nährstoffgehalt an Ballaststoffen und Mineralstoffen. |
| Roter Reis | Mittel bis lang (je nach Sorte) | Fest bis bissfest | Leicht nussig | Beilagen, Salate, gesunde Bowls | Reich an Antioxidantien durch Anthocyane. |
| Schwarzer Reis | Kurz bis mittel | Zäh, leicht kauig | Süßlich, nussig, schokoladig | Desserts, Salate, Beilagen zu kräftigen Gerichten | Intensiver Antioxidantiengehalt, auffällige Farbgebung. |
| Wildreis | Lang, dunkel | Fest, leicht gummiartig | Erdig, kräftig | Beilagen, Salate, Füllungen, mit anderen Reissorten gemischt | Kein echter Reis, aber eine nährstoffreiche Alternative. |
Häufig gestellte Fragen zu Reissorten im Überblick: Basmati, Jasmin, Risotto und mehr
Was ist der Hauptunterschied zwischen Basmati- und Jasmin-Reis?
Der Hauptunterschied liegt im Aroma und in der Textur. Basmati-Reis hat ein intensiveres, nussiges und blumiges Aroma und seine Körner bleiben nach dem Kochen sehr locker und getrennt. Jasmin-Reis hat ein subtileres, blumigeres Aroma und seine Körner sind etwas klebriger, was ihn ideal für Gerichte macht, bei denen der Reis an Saucen haften soll.
Welcher Reis eignet sich am besten für Risotto?
Für Risotto sind spezielle Mittel- oder Kurzkornreissorten mit hohem Stärkegehalt am besten geeignet. Dazu gehören Arborio, Carnaroli und Vialone Nano. Diese Sorten geben beim Kochen viel Stärke ab, was dem Risotto seine charakteristische cremige und sämige Konsistenz verleiht.
Muss man Vollkornreis länger kochen als weißen Reis?
Ja, Vollkornreis benötigt in der Regel eine längere Kochzeit als weißer Reis. Da die Kleie und der Keimling erhalten bleiben, sind sie härter und benötigen mehr Zeit, um weich zu werden. Die genaue Kochzeit variiert je nach Sorte und Hersteller, liegt aber oft bei 30-45 Minuten.
Kann man normalen Langkornreis für Sushi verwenden?
Nein, für Sushi ist normaler Langkornreis nicht geeignet. Sushi-Reis (Japonica-Reis) ist kurz- oder mittelkörnig und hat einen hohen Stärkegehalt, der ihn nach dem Kochen klebrig macht und die Formgebung für Sushi erst ermöglicht. Langkornreis bleibt locker und klebt nicht zusammen.
Ist schwarzer Reis gesundheitlich vorteilhaft?
Ja, schwarzer Reis ist sehr gesund. Er ist reich an Antioxidantien, insbesondere Anthocyanen, die ihm seine dunkle Farbe verleihen und entzündungshemmende Eigenschaften haben. Zudem ist er eine gute Quelle für Ballaststoffe und Mineralstoffe und bietet eine nahrhafte Alternative zu weißem Reis.
Was bedeutet „aged“ bei Basmati-Reis?
„Aged“ oder „gereifter“ Basmati-Reis bedeutet, dass der Reis für einen bestimmten Zeitraum gelagert wurde, typischerweise für 6 bis 18 Monate. Diese Reifungsprozess hilft, Feuchtigkeit zu entziehen und die Aromastoffe im Korn zu konzentrieren, was zu einem intensiveren Duft und Geschmack führt.
Sind alle roten Reissorten gleich?
Nein, es gibt verschiedene Sorten von rotem Reis, die sich in ihrer Herkunft, Kornform, Textur und ihrem genauen Geschmacksprofil unterscheiden können. Bekannte Beispiele sind der malaysische rote Reis, der französische Camargue-Reis und bestimmte Sorten aus Bhutan. Alle zeichnen sich jedoch durch ihre rote Farbe und ihren Reichtum an Anthocyanen aus.